Affektive Übereinstimmung oder Kongruenz meint das Zusammenpassen
von affektiver Bedeutung, dass heißt Musik und Bild müssen übereinstimmen,
was die Erfahrung des gesamten Effektes verstärkt. Dabei wird ein emotionales
Bild durch gleichwertige Musik unterstützt.
2.1.2
Die Affektivität bezeichnet die Gesamtheit der Gefühle und Affekte
(Zustand körperlicher oder geistiger Anspannung oder Erregung) des Menschen
Auch die Gefühlsansprechbarkeit der Persönlichkeit wird als Affektivität
bezeichnet.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Affektivi%C3%A4t)
Geräuschverursacher. Allerdings ist das handelnde Agens nicht immer gleichzeitig auch das klingende Agens. Wenn jemand z.B. eine Tür öffnet, ist es die Tür (die passiv bewegt wird), die knarrt – die also der klingende Agens ist – und nicht der Mensch (handelnder Agens), der sie bewegt.
1.2
Englisch für Territorial- oder atmosphärischer Sound.
Das Ankündigungsmotiv wird zumeist am Anfang eines Filmes
eingesetzt (es kann aber auch am Anfang einer Szene stehen) und greift die Emotionen,
die ein Film/eine Szene hervorrufen will, voraus. Das Ankündigungsmotiv
kann auch mit Erfahrungen und Erinnerungen des geübten Filmzuschauer spielen
um durch Stereotypen
den Zuschauer auf das Kommende vorbereiten.Vergleiche auch Leitmotiv.
4.5
beschreibt die Vorwegnahme von Erscheinungen oder Handlungen durch frühere Erfahrungen oder eine vorgefestigte Meinung, die beide durch die Filmmusik evoziert werden können. In der Musikwissenschaft beschreibt die Antizipation die Vorwegnahme eines folgenden Akkords.
Eine Atmosphäre setzt sich aus Orientierungslauten
zusammensetzt. Sie ist ein Set von Orientierungslauten, welche zur Charakterisierung
von Orten dienen. Sie ermöglicht eine raumzeitliche Orientierung und bildet
einen emotionalen Rahmen für Zuschauer und Filmfiguren. Wichtig an der
Atmosphäre ist, dass sie sofort einen Informationsgehalt entfalten kann.
Dem Zuschauer darf es keine besondere Aufmerksamkeit abverlangen zu erkennen,
wo er sich befindet. Deswegen sind viele Orientierungslaute sehr stark stereotypisiert
und funktionalisiert. Zuschauer wurden auf diese schematisierten Informationen
konditioniert und so bestehen viele Atmosphären aus oft nur zwei bis drei
Orientierungslauten.
3.5,
3.7
Bild und Tonwerden in der Filmwelt räumlich nur durch
unsere subjektive Wahrnehmung miteinander verbunden. Der so genannte Bauchrednereffekt
erklärt das Phänomen, dass obwohl sich im Kino Bild und Tonquelle
nicht an einem Ort befinden, die Stimmen und Geräusche zu den auf der Leinwand
zugehörigen Bildern wahrgenommen werden.
1.1
Bedeutungen höherer Ordnung entstehen, wenn ein weiterer
Kontext den normalen Inhalt eines Klangobjektes anreichert und werden durch
gesellschaftliche Übereinkunft festgelegt. Sie sollen den Zuhörer
auf der Gefühlsebene beeinflussen bzw. Hinweise auf das jeweilige Setting
geben.
3.1,
3.2
Das Close-Up ist eine Großaufnahmen, in der die Kamera dicht am Objekt ist. Es wird oft eingesetzt, um den Gesichtsausdruck der Darsteller zu zeigen.
Dieses Phänomen bezeichnet unsere Fähigkeit, unsere
Aufmerksamkeit lenken zu können und aus dem komplexen Reizangebot zu
selektieren. Dies lässt sich am deutlichsten am Beispiel einer (Cocktail-)
Party zeigen, wo wir selektiv auswählen können, auf welches Geräusch
wir unsere Aufmerksamkeit legen: Musik, Gespräche, Gläserklirren,
usw.
1.1
Desorientierung steht in einem scharfen Gegensatz zur Orientierungsfunktion
des Sounds. Der Zuschauer genauso wie der Handlungsträger wird durch verschiedene
Mittel der Soundgestaltung in den Möglichkeiten (z.B. Verortung von Geräuschen)
in seiner Wahrnehmung beeinträchtigt. Die Mittel dafür sind vielfältig:
sie reichen von reiner Reizüberflutung über Spezialeffekte des Sounds
bis hin zum totalen Abschalten des Sounds.
3.5,
3.6
Dichotomisierung ist der gezielte Einsatz von Sound, um einen
lokalen, zeitlichen, oder ideellen, bzw. wertenden Kontrast herzustellen. Dabei
können diese Attribute auch miteinander verknüpft sein. So können
an einen bestimmten Ort natürlich auch eine bestimmte Ideologie oder ein
Wert narrativ an den Sound gekoppelt sein. Dichotomisierung dient zur Orientierung,
indem verschiedene Sachverhalte und Räume durch Kontraste deutlich voneinander
unterschieden werden.
3.5,
3.6,
3.7
Die Diegese ist der Handlungsraum und die Handlungszeit innerhalb
des Filmes. Ein Ton, der nicht innerhalb von Raum und Zeit des Filmes einzuordnen
ist, wird daher als nondiegetisch bezeichnet.
Ein solcher Sound hat also z.B. keine Quelle im Bild bzw. lässt sich auch
keiner möglichen Quelle außerhalb des Bildes zuordnen. Dies können
z.B. Voiceover - Kommentare sein, jedoch gehört auch der größte
Teil der Filmmusik dazu.
Diegetischer Sound dagegen lässt sich in Raum und Zeit der Handlung einordnen.
Er besitzt entweder eine Quelle im Bild, oder ist als aktiver,
bzw. passiver Off-Ton realisiert.
3.5,
3.6
Mittlerweile existieren digitale Lichttonspuren, wie Dolby Stereo SR-Digital, heute meist einfach Dolby Digital (www.dolby.com) genannt (das am weitest verbreitete digitale Tonverfahren) oder SDDS, ein System der Firma Sony (http://www.sdds.com).
Bei diesen Verfahren wird allerdings im Gegensatz zu analogen Lichttonverfahren
nicht der Ton analog auf den Film kopiert, sondern digitale Informationen, die
von einer Fotozelle erfasst werden und dann in einem Decoder zu Tonsignalen
verändert werden.
Diese Verfahren erlauben eine höhere Dynamik, mehr Kanäle (was eine bessere räumliche Abbildung des Tones erlaubt) und eine nochmals gesteigerte Rauschunterdrückung.
Des Weiteren wäre DTS zu erwähnen (www.dtsonline.com). Bei diesem System wird der Ton nicht auf dem Film gespeichert sondern lediglich ein Zeitsignal, das dazu benutzt wird Bild und den auf CD gespeicherten Ton zu synchronisieren. (Allerdings ist die Verbreitung von DTS rückläufig, da viele Filmverleihe auf dieses System verzichten.)
Diese drei digitalen Systeme wurden im übrigen auch erweitert um noch mehr Kanäle, so nennt sich zum Beispiel das erweiterte DSR-D (Dolby Digital) nun DSRDEX.
In diesem Zusammenhang ist auch das THX Zertifizierungsverfahren zu erwähnen, das kein eigenes Tonsystem darstellt, sondern eine Art Norm, die sich zum Ziel gesetzt hat die Tonwiedergabe zu optimieren. Dazu werden Elemente der Tonanlage sowie auch die Akustik in Kinosälen überprüft und zertifiziert. (http://de.wikipedia.org/wiki/Lichttonverfahren#Digitale_Verfahren)
1.3
Dissonanz (aus gleichbed. lat. dissonantia) ist die Bezeichnung für einen Missklang. Dieser wird in der Musik durch bestimmte Intervalle erzeugt, deren Frequenzen auf "komplizierten" Zahlenverhältnissen basieren, etwa die große Septime (15:8), die kleine None (17:8) und die kleine Sekunde (16:15). Die stärkste Dissonanz ist der so genannte Tritonus. (http://de.wikipedia.org/wiki/Dissonanz)
Als Doppler-Effekt bezeichnet man die Veränderung der
Frequenz von Wellen jeder Art, wenn sich die Quelle und der Beobachter einander
nähern oder
voneinander entfernen. Nähern sich Beobachter und Quelle einander, so
erhöht sich die Frequenz, im umgekehrten Fall verringert sich die Frequenz.
Bekanntes Beispiel ist die Tonhöhenänderung des Martinshorns eines
Krankenwagens. Solange sich das Fahrzeug nähert, ist der Ton höher,
wenn es sich entfernt, wird der Ton tiefer. (http://de.wikipedia.org/wiki/Dopplereffekt)
1.2
Dur (v. lat.: durum = hart, wegen der früher als 'hart' empfundenen großen
Terz, englisch major) bezeichnet in der Musik das Tongeschlecht aller Tonarten,
in deren Tonleitern das Intervall einer großen Terz (auch Durterz genannt)
zum Grundton enthalten ist.
Die Dur-Tonleiter ist die für den an abendländische Musik gewöhnten
Hörer die naheliegendste und einfachste Tonleiter. Sie wird im Allgemeinen
als fröhlich und feierlich empfunden.
Zu jeder Dur-Tonleiter gibt es eine gleichnamige Molltonleiter (z.B. C-Dur
- c-Moll) sowie eine parallele Molltonleiter Mollparallele (z.B. C-Dur
- a-Moll).
Moll bezeichnet das Tongeschlecht, das einer kleinen Terz zum Grundton in den
Tonleitern hat. (http://de.wikipedia.org/wiki/Dur)
Die daramatursche Funktion lässt sich sehr gut
am Beispiel der Motivtechnik
belegen und erklären. Filmmusik hat die Aufgabe, Personen zu charakterisieren.
Sie verkörpert eine Person allgemein, drückt aber gleichzeitig auch
die jeweilige Stimmung des Protagonisten aus oder wird stellvertretend für
die Person eingespielt, beispielsweise, wenn sie thematisch im Vordergrund steht
oder wenn ihr Erscheinen auf der visuellen Ebene musikalisch angekündigt
wird.
Neben den Stimmungen kann Filmmusik natürlich auch Spannungen erzeugen,
indem sie sich z.B. bedrohlich anhört. Dadurch kann sie Einfluss auf die
Interpretation des Rezipienten bezüglich der Handlung nehmen. Sie gibt
quasi einen Kommentar ab, wie es Kloppenburg (2000) nennt. Durch das, was die
Musik ausdrückt, kann ein „Eingriff“ in die gegenwärtige
Handlung stattfinden, sie kann den Zuschauer auf Kommendes aufmerksam machen
(suspense), oder auch auf etwas
Zurückliegendes verweisen.
2.2
Dynamik bezeichnet man in der Musik und Tontechnik die Differenzierung der Tonstärke. Notationsbeispiele sind: leise p (piano); laut f (forte).
(Einfühlung) „ ... eine vom Betrachter und Betrachteten
geteilte Emotion, ein gemeinsames Gefühl von Subjekt und Objekt in Interaktion.“
Empathie ist eine wichtige Voraussetzung für prosoziales Verhalten und
wird im Verlauf der Kindheit durch Erfahrung erworben. Die Fähigkeit des
Mitgefühls wird von der Empathie abgegrenzt, wobei aber Empathie eine notwendige
Vorrausetzung für das Miterleben von Gefühlen anderer ist (Mitgefühl).
2.1.2
Die expressive Funktion ist wohl die uns am meisten bewusste
und wichtigste Funktion der Filmmusik. Sie verstärkt und intensiviert das
Gesehene.
Filmmusik hat einen expressiven Charakter indem sie im Film gezeigte Gefühle
unterstützt und hervorhebt. Sie ist es, die den Zuschauer dazu bewegt,
die jeweilige Szene als noch romantischer oder noch trauriger oder noch angsterregender
etc. zu empfinden. Es findet durch die Filmmusik eine „Intensivierung
des Situationserlebens“(Kloppenburg, 2000) statt. Diese Funktion der Filmmusik
spiegelt sich besonders gut wider in den Kompositionstechniken wie Mood-Technik
oder das Underscoring,
welches auch eine bestimmte Stimmung hervorrufen kann.
2.2
Die Figur-Umwelt-Relation beschreibt das Empfinden einer
Figur im Bezug zu ihrer Umwelt. Auch in unserer Alltagswahrnehmung hängt
die Wertung und Wahrnehmung von Geräuschen nicht nur von ihrer physikalischen
Beschaffenheit, sondern auch von der eigenen Einstellung dazu ab. Hundegebell
z.B. kann je nach individueller Vorliebe als störend oder als angenehm
empfunden werden.
3.5,
3.7
Der Begriff Filmmusik fasst die Musik zusammen, die
während der Projektion
eines Films zu hören ist. Die Musik wird entweder direkt für einen
Film komponiert oder es wird Musik verwendet, die ursprünglich für
andere Bereiche komponiert wurde.
Filmmusik gehört genealogisch (abstammend) zur U-Musik (unterhaltende Musik).
Sie dient der Stimmungs- und Gefühlsebene in einem Film und soll die Handlung
unterstützen
oder vorantreiben. Die Musik kann einem Film zur zweidimensionalen Bildebene
eine dritte Dimension geben, die den Film umgibt und durchdringt. (http://de.wikipedia.org/wiki/Filmmusik)
Ein Foley-Künstler ahmt mit verschiedenen Materialien
Geräusche nach, die simultan zur Bildaufnahme aufgezeichnet werden. Meist
werden mit Hilfe des Foley-Künstlers Schritte nachsynchronisiert, was digital
zu aufwendig wäre. (http://www.filmsound.org/terminology/foley.htm)
3.10
Die Frequenz drückt die Häufigkeit der Schwingungen
eines Objektes in der Sekunde aus. Die Schwingungen des Objektes werden über
ein Medium, z.B. Luft, Wasser, an unser Ohr getragen. Die Frequenz der Schwingungen
hängt davon ab, aus welchem Material das schwingende Objekt ist und wie
groß die Kraft ist, die auf es einwirkt. (Flückiger, 2002).
Die Einheit, in der die Frequenz angegeben wird, heißt Hertz (Hz). Der
menschliche Hörbereich liegt zwischen 20Hz und 20000Hz. Alle Töne,
die außerhalb dieser Frequenz liegen, also höher oder tiefere Töne,
können von uns Menschen nicht mehr wahrgenommen werden. Dieser Hörbereich
hat sich für uns Menschen evolutionär entwickelt. So liegt der Frequenzbereich,
den wir mit unserer Stimme überhaupt produzieren können, zwischen
60Hz (männlicher Bass) und 1000Hz (weiblicher Sopran).
1.1
Die Generalisierung ist eine formelhafte Beschreibung von
Schauplätzen über
stereotype Orientierungslaute.
Wobei die Ähnlichkeiten überbetont
werden und Unterschiede zwischen verschiedenen Orten ausgeblendet werden.
3.5
Da unsere Wahrnehmung sowohl von den eintreffenden visuellen
Informationen, als auch unseren Erfahrungen und Erwartungen bestimmt ist, treten
unterschiedliche Phänomene auf, die wie Regeln für unsere visuelle
Wahrnehmung funktionieren. Gestaltgesetze sind z. B. „Gesetz der Nähe“,
„Gesetz der guten Fortsetzung“, „Gesetz des gemeinsamen Schicksals“.
1.1
Gimmicks stammen aus dem Slapstickfilm. Es sind Geräusche
ohne konkrete Quelle, die von den Filmemachern eingesetzt werden, um bestimmte
Vorgänge zu beschreiben und zu betonen. Bei einigen Gimmicks kann man die
Quelle durchaus identifizieren, z.B. als Gong-Schlag, aber wir assoziieren dieses
Geräusch im Moment des Hörens nicht mit einem Gongschlag, sondern
mit einem Schlag auf den Hinterkopf.
Sie können über- oder untertreiben und Objekte und Vorgänge größer,
eindrucksvoller oder lustiger erscheinen lassen. Fällt einem Akteur etwa
ein Gegenstand auf den Kopf, gibt es einen lauten
Knall. Hier können Gimmicks den Gefühlszustand, z.B. den Schmerz
einer Person darstellen. Aber nicht nur das: Das Timbre des Geräusches
kann sogar die Qualität des Schmerzes deutlich machen. Ein dunkles
Timbre beschreibt einen dumpfen Schmerz-, ein grelles
Timbre einen schneidenden Schmerz. Natürlich würde es auch in
der Realität ein Geräusch geben, wenn jemand etwas auf den Kopf bekommt.
Dieses Geräusch wäre aber nicht annähernd so laut und intensiv
wie die Gimmicks in Slapstick-Filmen. Doch eben diese Übertreibung
und diese Kontrastsetzung
zur Realität erzeugt Komik.
Neben Gefühlen verdeutlichen Gimmicks auch lautlose Prozesse wie Geistesblitze
oder Blicke oder geräuschlose Bewegungen – fliegt ein Gegenstand
nach oben geht beispielsweise die Tonhöhe rauf, fällt das Objekt,
sinkt sie (Tonbeispiel
4). Diese Sounds sind natürlich alles andere als real und verstecken
ihre Künstlichkeit
auch nicht. Wir alle wissen, dass fallende Gegenstände niemals solche Geräusche
verursachen aber wir finden das ganze witzig. Und das ist auch die wichtigste
Aufgabe der Gimmicks: Sie sollen den Zuschauer unterhalten.
4.1
Harmonie (griech. harmonia = (Zusammen)fügung, Ebenmaß, Einklang) bezeichnet, kurz gesagt, eine tiefere innere Gemeinsamkeit. So ist in der Musik die Harmonie eine Teilbereich der Harmonik. Man versteht speziell unter 'einer Harmonie' einen Akkord. (http://de.wikipedia.org/wiki/Harmonie)
Imitative Musik versucht natürliche Geräusche mit
Instrumenten zu imitieren und in die Melodie miteinzubinden.
Imitiert werden häufig Tiergeräusche, aber auch Feuer, Wasser oder
Wind können nachgeahmt werden.
4.8
Mangel an Übereinstimmung zwischen der Sound- und der
Bildebene.
Innerfilmische Assoziationsbildung wird durch Filmmusik
initiiert und geht auf das so genannte „affektive Gedächtnis“
zurück. Dabei werden wichtige Bildaussagen oder Textpassagen mit bestimmter
Musik emotional etikettiert, welche an anderer Stelle des Films durch dieselbe
Musik wieder abrufbar sind. Siehe auch Leitmotivtechnik.
2.1.4
Den Personen einer Handlung werden in der Oper charakteristische Themen, bzw. Motive, zugeordnet. Wird dies im Film gemacht, kann man von Kennmelodie sprechen. Vergleiche auch Leitmotiv. (http://www.lehrer.uni-karlsruhe.de/~ZA1326/seibold/film.html)
Key Sounds sind Klangobjekte, die eine symbolische Bedeutung
durch den Film (Handlung) erhalten. Deshalb sind sie an den jeweiligen Film
gebunden, der ihnen ihre spezifische Bedeutung zuschreibt. Sie sind vorzugsweise
in der Exposition platziert und werden dann in weiteren Szenen wiederholt. Außerdem
sollten sie möglichst mit der Grundthematik korrelieren. Key Sounds sind
sehr auffällig und nehmen gegenüber anderen Klangobjekten eine privilegierte
Stellung ein. Sie stehen meist für sich selbst und begleiten keine bestimmte
Person oder Situation.
3.1
Der Klang bedeutet sowohl die Klangfarbe als auch die harmonische
Schallemission eines Objekts. (Quelle: Flückiger 2002)
1.2
Die Klangfarbe eines Tons in der Musik ist sein Spektrum,
also sein spezifisches Gemisch aus Grundton und Obertönen. Die Klangfarbe
ist von der Beschaffenheit des Tonerzeugers (z. B. Instrument, Singstimme) abhängig.
Die Klangfarbe und das Einschwingverhalten der Töne lässt uns auf
unterschiedlichen Instrumenten hervorgebrachte Töne, aber auch auf demselben
Instrument unterschiedlich hervorgebrachte Töne hörmäßig
unterscheiden. (www.wikipedia.de/klangfarbe)
1.1
Klangobjekt (Klangquelle) bezeichnet akustische Emissionen
nicht sprachlicher Natur. (Quelle: Flückiger 2002)
1.2
siehe Stereotypen
Als Kohärenz (lat.: cohaerere = zusammenhängen; Adjektiv kohärent) bezeichnet man allgemein den inneren oder äußeren Zusammenhang oder Zusammenhalt von etwas. (http://de.wikipedia.org/wiki/Koh%C3%A4renz)
Kompositionstechniken sind Underscoring,
Mood-Technik und Motivtechnik.
2.2
Die zeitliche und logische Kontinuität eines Filmes kann durch die Filmmusik oder durch Territorialsounds unterstrichen werden.
Der Kontrapunkt ist ein von Eisenstein et al. (1928) aus der Musiktheorie übernommener Begriff zur Bezeichnung der Kombination unterschiedlicher Inhalte auf der Bild- und Tonebene. (Quelle: Flückiger 2002)
Künstlichkeit wird vor allem im Genre Comedy benutzt.
Durch Änderung der Ausprägung eines Tones oder dessen Entfremdung,
zielt die Künstlichkeit auf eine gesteigerte Aufmerksamkeit des Zuschauers
und reizt ihn durch seine Unnatürlichkeit zum Lachen. Eine besondere Art
der Künstlichkeit zeigt sich am den Gimmicks.
Siehe auch Übertreibung.
4.1
Die Lautstärke eines Schalls ist ein Maß für
das subjektive Empfinden einer objektiv messbaren Stärke oder Amplitude
des Schalls als Schalldruckpegel.
Sie hängt von mehreren Faktoren ab: dem Schalldruckpegel, der Frequenz,
sowie dem Zeitverhalten des Schalls.
Die Lautstärke wird oft als psychoakustischer Lautstärkepegel in
der Maßeinheit phon angegeben. Bei einer Schall-Frequenz von 1000 Hz
stimmen Schalldruckpegel, gemessen in dB SPL, und Lautstärkepegel, gemessen
in phon, überein. (http://de.wikipedia.org/wiki/Lautst%C3%A4rke)
Der Begriff "Leitmotiv" stammt von Richard Wagner
und bezeichnet wiederkehrende Tonfolgen, welche innerhalb eines Musikstücks
Figuren, Ereignisse, Situationen, Gegenstände charakterisieren soll. (Quelle:
Flückiger 2002)
2.1.4,
2.3,
3.1
Das Lichttonverfahren ist das älteste noch heute gebräuchliche Kinotonformat, bei dem Bild- und Toninformation auf dem selben Träger aufgebracht sind. Der Ton eines Kinofilms wird dabei auf einem schmalen Streifen zwischen dem Bild und den Perforationslöchern der Filmrolle gespeichert.
Erfunden wurde das Verfahren 1922 in Berlin, jedoch erst Ende der 1920er Jahre gelangte es zur Marktreife. Gegenüber dem Magnettonverfahren hat das Lichttonverfahren mehrere Vorteile. Zum einen wird die Tonspur bei der Filmherstellung mitkopiert, es sind keine zusätzlichen Schritte erforderlich. Zum anderen ist die Tonspur zeitlich stabiler und sie kann nicht zufällig gelöscht werden. (http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtton)
Siehe auch Sprossenschrift, Zackenschrift
1.3
Bei dem Magnettonverfahren wird die Toninformation magnetisch gespeichert.
1.3
Das Material spielt für die Klanglichkeit eine wichtig.
So ist die Nachhallzeit vom Material mit bestimmt. Harte Stoffe wie Metall und
Glass reflektieren den Schall besser als weiche Stoffe. Durch diese Art und
Intensität der Reflexion erfährt man viel über den Raum, in dem
man sich befindet. So klingt ein Raum der mit Stoff abgehängt ist dumpfer
als ein Raum aus Steinwänden.
Auch durch das Berühren oder Schlagen eines Materials erfahren wir viel
über seine Beschaffenheit.
Diese Materialeigenschaften werden zum einen zur Orientierung
oder Desorientierung eingesetzt,
aber auch um gewisse Gefühle zu wecken, die mit bestimmten Materialen verbunden
sind. So ist zum Beispiel das Geräusch von Metall meist unwirtlich und
kalt.
1.2,
3.8,
3.9
Materializing Sound Indices sind die Details, die uns dazu
bringen, die materiellen Beschaffenheiten und Eigenschaften der Soundquelle
zu fühlen (vgl. Chion 1994). Sie geben Hinweis auf konkrete Prozesse der
Soundproduktion. Durch sie sind u. a. Rückschlüsse auf das Material
der Quelle/ des Objekts (Holz, Metall, Papier, Stoff etc.) und außerdem
auf die Art der Sounderzeugung (Reibung, Aufprall, Schwingung etc.) sowie die
Kontinuität (periodische Bewegung, einmalig etc.) möglich.
3.8
Eine übertriebene Analogie zwischen Bildinhalt und Musik
wird auch "Mickey-Mousing" genannt. Z. B. wenn das Fallen eines Gegenstandes
oder eine Person zeitgleich von einem Knalleffekt unterlegt wird, der das Bild
zusätzlich unterstützt. "Mickey-Mousing" wird daher auch
als "extremes Underscoring“ bezeichnet. (siehe auch Synchronpunkte)
2.2
1. Was klingt?
Welche Quelle hat das Klangobjekt?
Bedeutung der Quelle?
Bedeutung des Klangs?
Relationen zu anderen, gleichzeitigen Klängen und zum Bild?
2. Was bewegt sich?
Klingendes Agens und handelndes Agens? (z.B. Tür schließen: Tür
klingt, Person
handelt)
Interaktionen zwischen Agens und Objekt? (z.B. Schritte auf Untergrund)
3. Welches Material klingt?
Klangliche Merkmale des Materials?
Klangliche Merkmale des Aggregatzustands? (flüssig, fest usw.)
4. Wie klingt es?
Klangqualität mit lautmalerischen Ausdrücken beschreiben (tosend,
brausend,
zischend usw.)
Frequenz? (hoch, mittel, bassig)
Lautstärke? (laut, leise, mittel)
Rhythmus (regelmäßig, hektisch, beschleunigt, langsam…)
Dopplereffekt (Tonhöhenveränderung auf Grund schneller Bewegung)
5. Wo klingt es?
Räumliche Situierung des Klangobjektes im Raum einschätzen via:
- Halligkeit
- direkter – diffuser Schall
- akustische Spuren des Raums
- Lautstärke (Distanzen)
(Quelle: Flückiger 2002. Zusammenfassung nach Dr. Kathrin Fahlenbrach / Dr. Golo Föllmer)
1.2
Moll (v. lat.: mollis = weich, wegen der früher als 'weich' empfundenen kleinen Terz, englisch minor) bezeichnet in der Musik das Tongeschlecht aller Tonarten, in deren Tonleitern das Intervall einer kleinen Terz (auch Mollterz genannt) zum Grundton enthalten ist. Der Gegensatz zum Begriff Moll ist Dur, der das Tongeschlecht von Tonleitern mit einer großen Terz zum Grundton bezeichnet. (http://de.wikipedia.org/wiki/Moll_%28Musik%29)
Mood-Technik erzeugt eine gewisse Atmosphäre, einhergehend
mit
einer spezifischen Stimmung mittels Musik über eine ganze Szene hinweg.
Es handelt sich um Musik mit deutlich expressivem Stimmungsgehalt in Anlehnung
an
die zu begleitende Szene. Es hat die Aufgabe, die psychische und seelische Verfassung
der Protagonisten für die ganze Szene wiederzuspiegeln,
Motiv/ Motivtechnik bezeichnet entweder die Zuordnung leicht erkennbarer musikalischer
Motive zu handelnden Personen oder die Zuordnung musikalischer Motive zu Szenen
mit bestimmten (Gefühls-)Inhalten. Allgemein können mit der Motivtechnik
Charaktereigenschaften ausgedrückt werden, die sich im Laufe der Kompositionen
entwickeln können, was auf der situativen Ebene genauso möglich ist.
2.2
2.3
2.4
Bei der Motiv- Technik handelt es sich entweder um die Zuordnung
leicht erkennbarer musikalischer Motive zu handelnden Personen, wie es zum Beispiel
in 'Titanic’, 'Indiana Jones’ oder 'Spiel Mir Das Lied Vom Tod’
der Fall ist oder um die Zuordnung musikalischer Motive zu Szenen mit bestimmten
(Gefühls-)Inhalten, so auch zu erkennen in der Comicverfilmung 'Batman’.
Diese Kompositionstechnik übernimmt größtenteils dramaturgische
Aufgaben, etwa indem sie Rückverweise gibt oder Antizipation deutlich macht.
Dadurch werden Befindlichkeiten und Situationsveränderungen angezeigt,
ohne dass das Gemeinte sichtbar sein muss. Allgemein können mit der Motivtechnik
Charaktereigenschaften ausgedrückt werden, die sich im Laufe der Kompositionen
entwickeln können, was auf der situativen Ebene genauso möglich ist
(Kloppenburg, 2000).
2.2
2.4
Nachhallzeit bezeichnet den Zeitraum, in welchem nach Abschalten
der Schallquelle der Schalldruckpegel unter 69 dB absinkt, also nichts mehr
zu hören ist.
Sie steht in Beziehung zum Raumvolumen, zur Größe der Wandflächen
und zur Schallabsorption. Hier spielt auch das Material, auf das der Schall
trifft, eine wichtige Rolle. So wird ein Schall unterschiedlich reflektiert,
wenn er auf Holz oder auf Beton auftrifft.
3.5
Als Nadeltonverfahren bezeichnet man ein mechanisches
Aufzeichnungsverfahren für die Tonspur von Kinofilmen.
Während Edisons Phonograph noch mit Walzen arbeitete, nutzte das Grammophon
eine Nadel als Tonabnehmer; die Spielfilme der späten 20er Jahre wurden
auf Rollen präsentiert, die eine Vorführungslänge von 11 Minuten
hatten; danach musste die Rolle gewechselt werden. Zu diesem Zweck wurde
die
Langspielplatte entwickelt, die zunächst eine Spieldauer von elf Minuten
hatte. Diesen Medienverbund bezeichnet man auch als Nadeltonverfahren; es
wurde
in den 30er Jahren vom Lichtton abgelöst. (http://de.wikipedia.org/wiki/Nadeltonverfahren)
1.3
Bei jeder natürlichen Tonerzeugung wird neben dem Grundton noch eine Vielzahl höherer Töne zum Schwingen angeregt. Man nennt diese Obertöne, Partialtöne, Teiltöne, die Folge dieser Töne heißt Obertonreihe. Die Gesamtheit aller Obertöne ergibt das Frequenzspektrum eines Tons. (http://de.wikipedia.org/wiki/Oberton)
Der aktive Off-Ton kommt aus dem Raum, der nicht auf der
Leinwand sichtbar ist. Allerdings gehört er zur Handlung des Filmes, daher
reagieren die Figuren des Filmes auf ihn, während der passive Off-Ton
zur Atmosphäre
des Bildes beiträgt. Er bildet häufig einen Großteil der Geräuschkulisse
im Film und erfüllt z.B. wichtige Orientierungsfunktionen für den
Zuschauer.
3.5,
3.6
On-Töne, sind Geräusche und Töne, deren Quelle im Bild sichtbar
sind. On-the-Air-Sounds sind besondere On-Töne, die durch ein technisches Medium,
wie Radio, Fernsehen usw. im Film erzeugt werden.
3.5
Das Opening-Theme wird ähnlich wie das Ankündigungsmotiv
eingesetzt, steht aber immer am Beginn eines Filmes.
4.5
Orientierungslaute sind Klangobjekte, deren Eigenschaften
in besonderer Weise für Menschen einer Gemeinschaft erkennbar sind.
Sie bezeichnen die Funktion eines Sounds, einen Ort geographisch, zeitlich,
kulturell, ethnisch
oder sozial zu definieren. Sie sind meist stark stereotypisiert und werden
zur Erzeugung von Atmosphären verwendet.
Eine weitere Funktion von Orientierungslauten ist das Wiedererkennen
von Schauplätzen. Hier spielt die Thematik der Leitmotivik eine
Rolle.
3.5
O-Ton ist die Abkürzung von Orginal-Ton. Diese Original-Töne werden oft bei Dokumentationen verwendet, es sind zum Beispiel Original-Aufnahmen von Reden, Athmosphären oder anderes.
Veränderung der Tonhöhe
Der Point of Audition ist der (mehr oder weniger genaue)
Ort des auditiven Wahrnehmens. Er unterscheidet zwischen eine räumliche Wahrnehmung,
die sich direkt auf den Zuschauer bezieht und eine subjektive Wahrnehmung, die
sich auf den oder die Handelnden im Film bezieht.
Bei der ersten Variante geht es darum, die Position einer Klangquelle im Raum
zu orten, bzw. festzustellen aus welcher Richtung der Zuschauer den Klang wahrnimmt.
Die zweite Variante beinhaltet die auditive Wahrnehmung des Handelnden, wobei
z.B. bei einer Nahaufnahme für den Zuschauer deutlich wird, dass die von ihm
gehörten Sounds mit dem des Protagonisten deckungsgleich sind - der Zuschauer
nimmt von der auditiven Wahrnehmung her die Rolle des Protagonisten mit ein.
Analog zu dieser Definition Chions, kann die von Flückinger entwickelte narrative
Funktion der Subjektivierung
verstanden werden. (http://www.filmsound.org/terminology/point.htm)
3.5,
3.6
Der Point of View zeigt die Szene aus der Sicht eines Darstellers.
Polarisation ist die audiovisuelle Interaktion in welcher
die gefühlsbezogene Musik den Bildinhalt zu einem spezifischen Charakter
der Musik bewegt. Das mentale Bild, welches beim Rezipienten entsteht, bekommt
durch die Musik einen emotionalen Charakter.
1.1
2.1.2
Priming ist die Voraktivierung der Aufmerksamkeit. Durch das Priming wird ein bestimmtes Bedeutungsfeld geöffnet, an das nachfolgende Informationen angepasst werden. (Quelle: Flückiger 2002)
Der Production Recordist nimmt während den Filmaufnahmen
Dialoge und einige Geräusche auf.
Räumlichkeit entsteht durch die Kombination von Verzögerung,
Nachhallzeit und spezifischen Klangfärbungen der Materialisierung von
Wänden,
Böden und Decken. Diese drei Parameter geben Informationen über die
Größe, Beschaffenheit usw. des Raumes.
3.5
Nach der Resonanztheorie basiert das Musikerleben auf dem
Verstehen des Ausdrucksgeschehens auf der Grundlage von Mitempfindungen
2.1.2
In der Physik bezeichnet die Resonanz die Übereinstimmung
der Frequenz einer Anregung mit einer Eigenfrequenz des
Systems.
Davon abgeleitet bezeichnet man in der Musik die Klangformung und -verstärkung
durch die Bauart eines Instrumentes bzw. des menschlichen
Stimmapparates als Resonanz. (http://de.wikipedia.org/wiki/Resonanz)
Rhythmus bezeichnet man im Gegensatz zum Metrum (dem gleichmäßigen Grundschlag ohne Betonungen) und der Taktart (der Einteilung des Metrums in betonte und unbetonte Zählzeiten) die Folge unterschiedlicher Tondauern (Notenwerten), die Akzentmuster, die auf den Grundpuls gelegt werden. Nur in Ausnahmefällen sind Metrum und Rhythmus identisch, in der Regel ist der Rhythmus komplexer, behält aber durch die regelmäßige Wiederkehr eines Musters den Bezug zum Taktintervall. (http://de.wikipedia.org/wiki/Rhythmus)
Die Schnittfrequenz gibt die Anzahl der Schnitte pro Zeiteinheit (z.B. pro Minute) an.
Das Setting bezeichnet den Schauplatz eines Films.
Schuss-Gegenschuss (engl. Shot-Reverse-Shot) ist eine Technik der Filmaufnahme und -montage. Man bezeichnet damit eine Sequenz von Einstellungen, die insbesondere in Dialogsituationen gebräuchlich ist. Dabei werden die Darsteller während ihres Dialoges abwechselnd gezeigt. So spricht Darsteller A ("Schuss"), daraufhin wird die Reaktion von Darsteller B gezeigt ("Gegenschuss"). Dabei bewegt sich die Kamera nur auf einer Seite der Dialogachse. (http://de.wikipedia.org/wiki/Shot-Reverse-Shot)
Signal ist ein Klangobjekt mit gesellschaftlich definiertem
kommunikativem Gehalt.
Das bedeutet, dass Signale in einem hohen Maße in ihrer Bedeutung (meist
eine Handlungsaufforderung oder Warnung) festgelegt sind. So wird eine Sirene
wohl immer als Zeichen für eine mögliche Gefahr erkannt werden.
Sie haben eine relativ unkomplizierte klangliche Gestalt und bestehen meist
nur aus Tönen mit einer einzigen Grundfrequenz, die in dem Hörbereich
liegt, auf den der Mensch besonders sensibel reagiert.
3.2
Der Sound Designer ist eine amerikanische Berufsbezeichnung für die kreative Persönlichkeit, die für die gesamte Herstellung einer Filmtonspur verantwortlich ist. Die Bezeichnung ist seit Ende der 70er Jahre in Nordkalifornien gebräuchlich. (Quelle: Flückiger 2002, http://www.filmsound.org/terminology/designer.htm).
Der Sound Editor ist ein anderer Begriff für Sound Designer. Der Sound Editor nimmt mit einem tragbaren Aufnahmegerät Sounds auf, die er dann anschließend im Studio zu schneidet und dem Soundtrack hinzufügt. Hat meist die Regie über die Soundgestaltung (im Unterschied zum Sound-Mixer, s.a. Supervising Sound Editor). .
Der Sound Mixer mixt abschließend Sounds, Musik und Dialoge (meist nach Vorgabe des Sound-Editors bzw. Sound Designers) zusammen.
Der Begriff Soundtrack bezeichnet Musik aus Filmen (Filmmusik), die auf so genannten Soundtrack-CDs separat veröffentlicht wird. (http://de.wikipedia.org/wiki/Soundtrack)
Die Musik einer Szene ist an eine im Film sichtbare Quellen
gebunden (Beispiel: Band, Kapelle), diese Musikquelle muss aber nicht immer
on-screen gezeigt werden.
4.2
Die Sprossenschrift ist ein optisches Tonaufzeichnungsverfahren
(Lichtton), bei dem die aktustische
Information mit verschiedenen Grauwerten kodiert wird. (Quelle: Flückiger 2002)
1.3
Filmstereotypen vereinfachen die komplexe Struktur der Außenwelt.
Es handelt sich hier um akustische und visuelle Schemata (auch Klischees), die
intra- und intermedial immer wieder verwendet werden und daher beim Zuschauer
als Medienwissen vorausgesetzt werden können. (http://www.filmsound.org/cliche/)
3.2
Ein tragendes Soundelement hört man, wenn man nichts
hört: Stille beinhaltet vorwiegend negative Konnotationen: „bedrückend,
todesähnlich, dumpf, unheimlich, furchtbar, düster, brütend,
ewig, schmerzlich, einsam, schwer, verzweifelt, starr, spannungsvoll, brennend,
alarmierend“ (Flückiger 2002, 232).
Genau diese Konnotationen sind vor allem für den Horrorfilm und seine Wirkung
wichtig. Somit ist Stille ein häufig verwendetes Stilmittel in Horrorfilmen,
sie ist „Teil eines Plans“ (Flückiger 2002, 232), der zu einer
übergeordneten Struktur, nämlich der der Lautstärke, in Relation
gesetzt wird.
Stille kann man in keine Kategorie einordnen, sie ist weder Geräusch, noch
Musik noch Sprache.
Stille fungiert somit als Aufmerksamkeitswecker und lässt den Zuschauer
oft schon eine schlagartig ansteigende Aktivität auf visueller Ebene erwarten.
4.5
Während der Frühzeit des Kinos (1895 erste öffentliche
Filmvorführung) gab es noch keine Möglichkeit, Bild und Ton synchron
aufzunehmen und abzuspielen, weshalb die Filme so genannte Stummfilme waren.
Die Handlung musste also größtenteils über die Bilder transportiert
werden, weshalb frühe Filme meist sehr körperbetont waren und die
Gesten der Schauspieler vom heutigen Blickpunkt aus übertrieben wirken
mögen. Als erster Tonfilm gilt "The Jazz Singer" mit Al Johnson
von 1927.
Wenn die Notwendigkeit bestand, Handlungen zu erklären, wurden bis 1908
unsystematisch Filmerklärer eingesetzt, danach meist Texttafeln mit erklärenden
Zwischentiteln. Im japanischen Kino gab es ab ca. 1908 einen oder mehrere Benshi,
die die Filme erklärten und alle Rollen live während der Vorführung
sprachen. Zu allen Stummfilmen wurde vor Ort Musik gespielt, entweder in Form
einer für den Film geschriebene Partitur oder als Improvisation eines Musikers:
Als Deutschland bekanntester Stummfilmpianist gilt Willi Sommerfeld, in Österreich
ist Gerhard Gruber der bedeutendste Stummfilmbegleiter am Klavier.
In den späten 1920er und den frühen 1930er Jahren wurde der Stummfilm
durch den Tonfilm (in den USA "Talkie" genannt) abgelöst.
(http://www.wissensnetz.de/lexikon/wiki,index,goto,stummfilm.html,
http://de.wikipedia.org/wikiI/stummfilm)
Der Sound eines Protagonisten wird näher beschrieben,
um seine Gefühle
dem Zuschauer näher zubringen. Jedoch kann auch eine Umkehrung dieser
Beziehung stattfinden, indem der Zuschauer mit der subjektiven Wahrnehmung
des Handelnden vertraut gemacht wird. Hier würde z.B. der Zuschauer
ganz speziell aus dem virtuellen, subjektiven Wahrnehmungsbereich des Protagonisten
herausgefilterte Sounds hören.
3.5,
3.6,
3.7
Nach Alfred Hitchcocks Definition ist Suspense das genaue
Gegenteil von "Surprise". Bei Surprise (engl. für Überraschung)
passiert etwas, womit der Zuschauer nicht gerechnet hat; bei Suspense (in etwa:
Anspannung, Spannung) passiert etwas, womit der Zuschauer nicht gerechnet hat,
nicht!
Um Suspense (übersetzt auch: Ungewissheit) zu erzielen, wird nicht nur
Spannung aufgebaut, sondern diese Spannung auch besonders lange gehalten, was
für den (hilflos zusehenden) Zuschauer beinahe unerträglich sein kann.
Als Beispiel führte Hitchcock eine Szene an, in der sich ein Paar am Tisch
unterhält, und nicht weiß, dass eine Bombe unter dem Tisch steckt.
Weiß der Zuschauer das ebenfalls nicht, so ist er nur kurz überrascht.
Wurde aber vorher gezeigt, wie ein Attentäter die Bombe dort versteckt
hat, so gerät der Zuschauer in Anspannung. Er möchte am liebsten in
den weiteren Fortlauf eingreifen: Er hofft, dass das Paar noch rechtzeitig seine
Lage erkennt, um sich retten zu können. (http://de.wikipedia.org/wiki/Suspense)
Das Symbol ist ein konkretes Zeichen oder Bild, das stellvertretend
für ein abstraktes Konzept steht.(Quelle: Flückiger 2002)
3.1
Das Wort Synästhesie ist abgeleitet von den altgriechischen Wörrtern
syn (= zusammen) und aisthesis (= Empfinden), bezeichnet also im
weiteren Sinn die Kopplung von Sinnesmodalitäten, etwa wenn man einen
hochfrequenten Klang als spitz empfindet. Im engeren Sinn ist
Synästhesie die bewusste Miterregung eines Sinnesorgans bei Reizung
eines anderen. Bei Synästheten kann demnach z.B. ein akustischer Reiz
(Klangwahrnehmung) zugleich eine visuelle, gustatorische oder
olfaktorische Empfindung (Farb-, Geschmacks- oder Geruchswahrnehmung)
auslörsen, aber auch andere Kombinationen sind mörglich (z.B.
Formwahrnehmung bei gustatorischem Reiz u.a.).
1.4
Synchresis ist ein Begriff von Chion (1990: 55) und er bezeichnet die Einheit zwischen dem Filmbild und dem Filmton, die gleichzeitig wahrgenommen werden. Er beschreibt also die mentale Fusion zwischen dem Gehörten und dem Gesehenen. Synchresis ist eine Zusammensetzung aus den beiden Wörten Synchronität und Synthese. (http://www.filmsound.org/chion/sync.htm)
Synchronität bezeichnet Analogien zwischen Bildinhalt
und Musik. Vergleiche Underscoring.
1.4
Bewegungen finden sich größtenteils in der Musik
als Synchronpunkte wieder. Synchronpunkte entstehen, wenn die Bewegungen einer
Figur oder eines Objektes akustisch verstärkt werden. Häufig werden
etwa Fall- und Aufschlagbewegungen auf den Boden durch einen zeitgleichen musikalischen
Knall untermalt, der das Bild zusätzlich unterstützt. Diese oft übertriebene
Analogie zwischen Bildinhalt und Musik wurde daraus resultierend auch 'Mickey-Mousing’
genannt.
2.2
2.4
Ermöglicht uns ein leichteres strukturelles Verstehen
des Gesehenen. So werden Sequenzen akustisch miteinander verbunden. Durch die
Musik werden also weiche Übergänge zur nächsten Sequenz geschaffen,
oder auch eine starke Abgrenzung.
2.2
Das Tempo (ital. Zeit, von lat. tempus) gibt in der Musik an, wie schnell ein Stück ungefähr zu spielen ist. (http://de.wikipedia.org/wiki/Tempo_%28Musik%29)
Territorialsounds erreichen durch typisierte Soundklischees
eine rasche Wiedererkennung bestimmter Orte durch ihre Geräusche. Sie können
sowohl als Orientierungslaut, wie auch atmosphärisch
eingesetzt werden.
Ortung von Sounds deren Quelle zunächst im Verborgenen bleibt. Eine Ortung erfolgt für den Betrachter häufig durch Blicke der Protagonisten. Mit Hilfe der Dolby- und Surroundtechnik können dem Zuschauer aber auch akustische Hinweise gegeben werden von wo ein Geräusch kommt. Allgemein gilt: laute Geräusche stammen von der Szenerie näheren Quellen als leise. Auch Parameter wie Verzögerung Nachhallzeit und spezifische Klangfärbung geben Hinweise zur Ortung eines Geräusches. Vergleiche auch Räumlichkeit, UKO's.
Die Übertreibung wird vor allem im Genre Comedy benutzt.
Durch Lautstärkeveränderungen,
Änderungen der Ausprägung eines Tones oder Displazierungen, also kurz
gesagt durch Entfremdung, zielt die Übertreibung auf eine gesteigerte Aufmerksamkeit
des Zuschauers. Eine besondere Art der Übertreibung bilden die Gimmicks.
Siehe auch Künstlichkeit.
4.1
Ein UKO ist ein unidentifizierbares Klangobjekt, dessen Quelle
weder im Bild sichtbar ist noch aus dem Kontext erkennbar wird. (Quelle: Flückiger
2002)
1.2
Underscoring bezeichnet die nahezu perfekte Doppelung der
auf der Leinwand präsentierten
Bilder auf der musikalischen Ebene. Es ist somit die Illustration des Bildes
durch musikalische Untermalung, was bedeutet, dass das Bild möglichst synchron
und eindeutig in den musikalischen Strukturen umgesetzt werden sollte. Es ist
gefühlsauslösend bzw. Gefühle repräsentierend.
2.2
2.4
Bei dem Effekt der Verfremdung einer Landschaft durch Sounds
soll gerade der Einsatz stereotyper, also dem Zuschauer wohlbekannter und von
ihm für diesen Ort erwarteter Sounds vermieden werden. Sie können
durch andere Sounds ersetzt werden, die den Ort fremdartig und unbekannt erscheinen
lassen.
In dem Fall der Verfremdung diente der Sound dazu, die Beziehung zwischen der
Befindlichkeit des Protagonisten und seiner Umwelt zu charakterisieren (Figur-Umwelt-Relation).
Die Umgebungsgeräusche werden somit nicht mehr realitätsgetreu wiedergegeben,
sondern aus der subjektiven Wahrnehmung eines einzelnen Protagonisten.
3.5,
3.6
Die Verzögerung (delay) bezeichnet die Differenz
zwischen dem Eintreffen des direkten Schalls und der ersten Reflexion (Schallwellen,
die einmal zum
Beispiel von einer Wand reflektiert wurden). Die Verzögerung steht in
direkter Beziehung zur Empfindung der Raumgröße. Ein Raum ist
umso größer, je stärker die erste Reflexion verzögert
ist. In großen Sälen beträgt die Verzögerung 30-50 ms,
sind es mehr als 50ms, empfinden wir es als Echo.
3.5
Zu Beginn des Musikfernsehens bezeichnete man jene Personen als Video Jockeys, die die neuesten Musikvideos präsentierten. Heutzutage bezieht sich der Ausdruck VJ jedoch auf Video-Performance-Künstler, die in Kombination mit Musik verschiedener Art live Bilder erzeugen.
1.4
Die Zackenschrift ist ein Lichttonverfahren, bei dem die Toninformation
über die Zustände "geschwärzt" oder "nicht geschwärzt" dargestellt wird,
die sich vertikal zur Laufrichtung des Films in der Breite verändern. (Quelle: Flückiger 2002)
1.3
Die Zeichentheorie besagt, dass man zum Entschlüsseln
musikalischer Strukturen ein symbolisches Verständnis benötigt. Vertreter
dieser Theorie sind Dowling und Harwood, die einen kognitionspsychologischen
Erklärungsansatz entwickelt haben.
2.1.2